Von der Einplanung aller Berufe und Firmen – zur Drohnenhysterie – bis zur Vertuschung der Angriffsgedanken?
Hybrider Krieg
Ein absolutes Modewort in den politischen Leitmedien heißt „hybride Kriegsführung“. Wie kaum ein anderer Begriff wird dieser Ausdruck mit ungenauen Inhalten gefüllt und stark ausgedehnt. Beispielhaft sei hier auf das „Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit 4.0“ verwiesen. Diese Broschüre ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Verfassungsschutz, Bundeswehr und einer bekannten Gesellschaft für Transaktions-, Prozess-, Technologie-, Management- und Krisenberatung. Über die vermeintliche „hybride Kriegsführung Russlands“ wird beispielsweise auf Seite 6 ausführlich gemutmaßt.
Die Einplanung von Gerätschaften, Berufen und Firmen gab es schon in den 1980er-Jahren. Ein anschauliches Beispiel ist dieser „Bereitstellungsbescheid“ für einen kleinen LKW einer Tischlerei. Im Rundfunk würde im Falle eines Falles das Kennwort „Grauer Adler“ bekanntgegeben.
Weswegen wird nun der Begriff „hybrider Krieg“ so strapaziert? Was verrät allein der Sprachgebrauch?
Wenn es nur darum ginge, über Spionage, Wegwerf-Agenten (nebenbei: Was ist wohl der sachliche Kern dieses Begriffes?) und freche ausländische Machenschaften zu berichten, bräuchte man das neue Wort nicht. Aber wenn die eindeutige Grenze zwischen Krieg und Nichtkrieg verwischt, verschoben und versteckt werden soll, dann braucht man – als Nebelkerze – dieses Modewort, das sogar ein bisschen schlau und politisch klingt. Gemeint sind hiermit Äußerungen, wie die von Thomas Strobl (CDU, Innenminister von Baden-Württemberg) im Mai 2025: „Wir sind nicht im Krieg, aber auch nicht mehr richtig im Frieden.“
Das Portal „Telepolis“ von „Heise online“ versucht ein bisschen Ordnung in die Begrifflichkeiten zu bringen:
(Teil 1 und Teil 2):

Drohnensichtungen in Westeuropa: Hysterie, Panik und wenig Beweise
In Folge von Drohnenmeldungen schlossen eine Reihe von Flughäfen und verursachen Unruhen. Trouw (eine niederländische Zeitung) analysierte etwa sechzig Vorfälle. Das zeigt viel Verwirrung, regelmäßige Fehlalarme und kaum handfeste Beweise für eine russische Beteiligung.
61 europäische Drohnensichtungen
Gehüllt ins defensive Gewand?
Luca Schäfer stellt am am 24.04.2026 am Ende seines Artikels zur neuen Militärstrategie der Bundesrepublik die Frage:
„Was, wenn wir gerade deutschen Angriffsplanungen gehüllt ins defensive Gewand beiwohnen? Aus Prävention kann in geopolitisch aufgeladenen Zeiten schnell Aggression werden, sobald die operativen Möglichkeiten dafür vorhanden sind.“
Auch ein Blick zurück in das Jahr 1983 kann den Blick dafür schärfen, dass vorgeblicher „Schutz“ und vorgebliche Defensive indirekt zur Kriegsbereitschaft beiträgt. Damals allerdings führte sich diese Form der „zivil-militärischen Integration“ selbst ad absurdum.
„Wir schalten euch das Licht aus.“ Christian Mölling
Christian Mölling gilt als einer der Wiederentdecker des Wortes „kriegstüchtig“.

Tracking-Daten von NATO-Flugzeugen am 20. August 2026 um Kaliningrad herum.
Das NATO-Militärmanöver im August 2026 an der „Ostflanke“ war eine Kombination aus Drohung, Eskalation und Provokation. itamilradar berichtete.