Unter Sozialer Verteidigung
versteht man den “Einsatz gewaltloser Kampftechniken zur Aufrechterhaltung sozialer und rechtsstaatlicher Verhältnisse gegen Versuche illegaler Machtergreifung von innen und außen. Die Kampfmittel sind nicht militärische Waffen, sondern die Methoden des gewaltfreien Widerstands; in erster Linie die Nichtzusammenarbeit mit dem Usurpator.“
Erfahrungen mit dem Konzept im Jahre 2022:
Daza Sierra, Felip : Ukrainian Nonviolent Civil Resistance in the Face of War

auf Deutsch: Daza Sierra, Felip : Gewaltfreier ziviler Widerstand in der Ukraine im Angesicht des Krieges
(durch die Übersetzung auf Deutsch ist leider teilweise der Seitenspiegel durcheinander
gekommen)
Analyse der Trends, Auswirkungen und Herausforderungen gewaltfreier Aktionen in der Ukraine
zwischen Februar und Juni 2022. ICIP & Novact. Barcelona, 2022.
Herausgegeben von:
ICIP [= Internationales Katalanisches Institut für Frieden],
Novact [= Internationales Institut für gewaltfreie Aktion],
Friedrich-Schiller-Universität Jena,
Corridors – Dialog durch Kooperation

weiterführende Texte:
Der Ruhrkampf 1923. Eine Broschüre des Westfälischen Landesmedienzentrums
Was hat Soziale Verteidigung mit dem Ukraine-Krieg zu tun?
In der Nachbarschaft zum Begriff „soziale Verteidigung“ liegen die Ausdrücke „ziviler Ungehorsam“, „passiver Widerstand“ und „zivile Verteidigung“. In einigen Zusammenhängen (z. B. im „Ruhrkampf“ 1923) wird anstelle von „sozialer Verteidigung“ eher von „passivem Widerstand“ gesprochen. In den Fällen, in denen es keinen äußeren Aggressor, sondern einen Kampf gegen die Diktatur im Inneren gibt, spricht man auch oft von „zivilem Ungehorsam“. Aber unter „ziviler Verteidigung“ versteht man jede im Kriegsfall wichtige Unterstützung des Militärs und die Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen bzw. die Gewährleistung der Versorgung der Bevölkerung (ähnlich wie „Zivilschutz“).