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DFG-VK OG Kassel

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Erfolge der Friedensbewegung

… wird es Ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern

Am 20. Juli, dem Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler 1944, sprach der Kölner Schriftsteller Navid Kermani zum Feierlichen Gelöbnis von Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr im Berliner Bendlerblock, dem Hinrichtungsort von vier Hitler-Attentätern des 20. Juli 1944.

[seit dem 22.7.2026 in der FAZ und seit dem 29.7.26 im Kölner Stadtanzeiger lesbar]

Kermani richtet sich an die Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr und er spricht über die Auslandseinsätze. Er erinnert daran, dass die Bundeswehr schon in über 70 verschiedenen Ländern im Einsatz war. Wortwörtlich:

„So umstritten einzelne Missionen waren, insbesondere der Kosovo-Einsatz, lag doch in keinem Fall ein offenbares Unrecht vor, das Widerstand grundsätzlich zur Pflicht gemacht hätte, wie man es für den deutschen Angriffskrieg von 1939 sagen muss.  Aber wird das so bleiben?

Immerhin hatte der Bundespräsident in seiner Rede am 24. März im Auswärtigen Amt Gründe, daran zu erinnern, dass Deutschland dem Völkerrecht und der regelbasierten Weltordnung verpflichtet ist. Die Reaktionen der politischen Entscheidungsträger in Regierung und Parlament auf seine Rede, die von Häme über Abwehr bis hin zu Totschweigen reichten, machten deutlich, wie berechtigt seine Mahnung war. Schließlich häufen sich die Stimmen auch in Deutschland, dass die regelbasierte Ordnung nur noch etwas fürs Feuilleton sei.  Kein Geringerer als der Bundeskanzler hat es sich zur Gewohnheit gemacht, das Völkerrecht klein- und Völkerrechtsverstöße schönzureden, wo es ihm politisch opportun erscheint.

…..

Sollte eine künftige Bundesregierung Sie in einen Krieg führen wollen, der so offenkundig völkerrechtswidrig und auch politisch desaströs ist wie der jüngste Krieg der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran, wird es Ihre Pflicht sein, den Befehl zu verweigern.

…..

Aber die Drohung, eine gesamte Zivilisation auszulöschen, oder der erklärte Angriff auf die zivile Infrastruktur eines Landes sind ein so offenkundiges Unrecht, dass man weder Jurist sein noch das eigene Gewissen befragen muss, um es zu erkennen.“


Neue Mittelstreckenraketen – mit dem Ziel, die Zweitschlagsfähigkeit auszuhebeln

   Ein Teilerfolg am 03. Mai 2026!

Die USA selbst werden keine neuen Mittelstreckenraketen auf dem Gelände des US-amerikanischen Truppenübungsplatzes in Grafenwöhr (Bayern) stationieren. Wir begrüßen es sehr, dass dadurch das Vorhaben der USA, dort SM-6-Raketen, Tomahawk-Marschflugköper und die Hyperschallraketen „Dark Eagle“ zu stationieren, beendet ist.

Inzwischen allerdings füllt die ausgabenfreundige Bundesrepublik die entstandenen „Lücke“ und kauft die Tomahawk-Marschflugkörper selber. Aus deshalb werden wir uns weiter für eine Ent-Militarisierung der Politik einsetzen.


Wie sich 1983 die Kriegsvorbereitungs-Logik selbst ad absurdum führte.

Lobbyismus




 

80 Jahre danach

Hiroshima Gedenkveranstaltung
Mittwoch, 6. August 2025, 19 Uhr
Kassel, Hiroshima-Ufer an der Fulda


 

 

2017:   Kassel, Einfahrt von KNDS, Wolfhager Straße 32 – 40


 

2018:   Kassel, Rheinmetall-Einfahrt von der Holländischen Straße her

 




Im November 2024 konnten die Schüler:innen der Humboldtschule, einem städtischen Gymnasium im Stadtteil Reudnitz-Thonberg in Leipzig am eigenen Leib erfahren, dass die pädagogische Toleranz bei Fragen, die die Vorrechte des Militärs tangieren, sehr eng ist. Die Schulleitung hatte die Bundeswehr eingeladen, angeblich um mit den Schüler:innen „lehrplanrelevante Inhalte zu diskutieren“. „Habt ihr Bock an die Ostfront zu ziehen und dort für Deutschland zu sterben?“ Er habe jedenfalls „keinen Bock mit 18 in einem Schützengraben zu liegen und mich zu fragen: Komme ich hier mit meinem Leben raus, oder ist es nur ein Bein und meine Menschlichkeit, die ich verliere“, leitete der 16-jährige Schüler Iven eine Die-In Aktion auf dem Schulhof ein. Rund um ihn herum lagen einige seiner Mitschüler:innen tot gestellt auf dem Boden. Dadurch hätten Iven und Feli nach Ansicht des Landesamtes für Schule und Bildung (Lasub) „massiv den Schulfrieden gestört“, unmittelbar die „erfolgreiche Unterrichts- und Erziehungsarbeit“ beeinträchtigt und andere Schüler am Lernen gehindert, so Lasub-Sprecherin Christiane Zichel.
Dem Bundeswehrbesuch wurde etwas entgegengesetzt. Etwas Starkes. Und letztendlich werteten die Schüler:innen am Ende des Monats ihre Aktion als erfolgreich. Ein schriftlicher Verweis und eine mündliche Verwarnung ließen sich verschmerzen.

https://knack.news/11346


Um die Einhaltung der unabänderlichen Rechte der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen, sollten Schulbesuche von Soldaten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden (wenngleich auch dies von den Schulen beschlossen werden kann). Sie sollten allerdings unter strengen Auflagen stattfinden, die eine manipulative, einseitige Information ausschließen. Deshalb wurden diese Leitlinien für die Besuche von Bundeswehrsoldaten an Schulen entwickelt.


Die Frankfurter Rundschau vom 25. Juni 2026 berichtete über unseren Bertha-von-Suttner-Friedenspreis, der in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben wurde.

In Frankfurt wird jährlich der Bertha-von-Suttner-Friedenspreis für die Jugend vergeben. Der Wettbewerb wird von den Initiativen der Deutschen Friedensgesellschaft Hessen und der GEW getragen und richtet sich an Schüler:innen in Hessen, die sich kreativ mit Bertha von Suttners berühmtem Werk „Die Waffen nieder!“ und dem Thema Frieden auseinandersetzen.

Die Skulptur „Die andere Seite“ von Kamila Khuzhamova
Kurze Beschreibung der Arbeit

Der erste Platz ging an die Schülerin Kamila Khuzhamova (17) von der Limesschule in Altenstadt, die mit der Skulptur eines Soldaten die dauerhaften (seelischen) Narben verdeutlichte, die der Krieg bei den Menschen hinterlässt. Das Besondere an ihrem Werk ist seine zweite Bedeutungsebene: Blickt man durch die Narben der Skulptur, sieht man im Inneren Symbole für Werte wie Familie und Liebe. Nach der Bedeutung ihres Werkes gefragt, erklärte die Künstlerin mit den einfachen, aber aussagekräftigen Worten, sie wolle zeigen, dass „hinter jedem Soldaten ein Mensch steckt“. Das Projekt wird mit 500 Euro gewürdigt.


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